LexisNexis bündelt Ermittlungsdaten der Polizei auf einer Plattform

LexisNexis Risk Solutions hat Accurint One gestartet, eine Plattform, die Daten, Analysen und kontrollierte künstliche Intelligenz in einer einzigen Ermittlungsumgebung zusammenführt. Das System wurde für US-amerikanische Strafverfolgungsbehörden entwickelt.
- LexisNexis Risk Solutions hat die Plattform Accurint One gestartet.
- Das System bündelt Daten, Analysen und kontrollierte künstliche Intelligenz in einer Umgebung.
- Die Plattform bietet Suche, Kartierung, Verbindungsanalysen und Ermittlungszeitachsen.
- Die KI kann Datensätze zusammenfassen und Netzwerke von Verbindungen analysieren.
- Autorisierte Nutzer bleiben für Entscheidungen verantwortlich.
Verschiedene Datenquellen in einer Oberfläche gebündelt
LexisNexis Risk Solutions hat den Start von Accurint One am 3. November bekannt gegeben. Nach Angaben des Unternehmens soll die Plattform Ermittlern in einer einzigen Umgebung Zugriff auf Informationen aus Behördensystemen, nationalen Datenbanken, kommerziellen Quellen und verwandten Technologien geben.
Nach Angaben des Unternehmens befinden sich Daten häufig in getrennten Systemen, sodass Ermittler zwischen mehreren Orten wechseln müssen. Mit Accurint One können Nutzer mit den Informationen beginnen, die ihnen bereits vorliegen, anschließend relevante Verbindungen aufdecken, Angaben überprüfen, falsche Spuren herausfiltern und ein umfassenderes Bild eines Falls erstellen.
Die Plattform kombiniert Daten von LexisNexis Risk Solutions, Daten relevanter Partner und Informationen, die bei der Behörde selbst vorliegen. Laut der Ankündigung wurde die Lösung speziell für US-amerikanische Strafverfolgungsbehörden entwickelt. An der Entwicklung waren Menschen beteiligt, die in diesem Bereich arbeiten.
Suche, Kartierung und künstliche Intelligenz
Zu den integrierten Funktionen von Accurint One gehören Suche, kollaboratives Fallmanagement, Kartierung, Verbindungsanalysen, Auswertungen und Ermittlungszeitachsen. Die auf künstlicher Intelligenz basierenden Funktionen der Plattform können Datensätze zusammenfassen und Netzwerke von Verbindungen analysieren, um mögliche Beziehungen zu erkennen.
LexisNexis Risk Solutions betont, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Strafjustiz besondere Verantwortung mit sich bringt. Im Modell des Unternehmens bleiben geschulte Fachkräfte im Mittelpunkt der Entscheidungsfindung. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Informationen zu ordnen, Muster zu erkennen und Verbindungen sichtbar zu machen. Für die Interpretation der Ergebnisse und die Festlegung des nächsten Schritts sind jedoch autorisierte Nutzer verantwortlich.
Haywood Talcove, CEO von LexisNexis Risk Solutions Government, sagte, die Strafverfolgung bekämpfe Verbrechen des 21. Jahrhunderts mit einem Ermittlungstechnologiemodell, das größtenteils im 20. Jahrhundert entwickelt worden sei. Accurint One führe Daten, Analysen und künstliche Intelligenz für den Ermittler zusammen, anstatt den Ermittler zu zwingen, sich an die Technologie anzupassen.
Von der Suche zu Verständnis und Handeln
Das Unternehmen beschreibt die Funktionsweise von Accurint One als Prozess „Searching to Knowing to Acting“, der von der Suche über Wissen zum Handeln führt. Ziel ist es, zu verhindern, dass Strafverfolgungsbehörden separate Systeme durchsuchen und anschließend das Ermittlungsbild Stück für Stück zusammensetzen müssen.
Nach Angaben von LexisNexis Risk Solutions verwandelt die integrierte Plattform fragmentierte Informationen in ein klareres Bild und unterstützt den Übergang von Fragen zu umsetzbaren Erkenntnissen. In der Ankündigung wird die Lösung mit der Zukunft der öffentlichen Sicherheit verknüpft, in der Behörden Informationen schnell und verantwortungsvoll in Verständnis und dieses Verständnis in Handeln umwandeln müssen.
Behörden, die sich für Accurint One interessieren, können auf der Produktseite des Unternehmens weitere Informationen oder eine Demonstration anfordern. Die Ankündigung der Plattform erweitert das Technologieangebot von LexisNexis Risk Solutions für Behörden und Strafverfolgungsbehörden. Zugleich hebt das Unternehmen hervor, dass die Verantwortung der Nutzer für Entscheidungen ein Bestandteil der Funktionsweise des Systems bleibt.


