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KI-Rechenzentren: Markt soll bis 2032 auf 84,52 Milliarden US-Dollar wachsen

5. November 2026, 07:27Quelle: PR Newswire
KI-Rechenzentren: Markt soll bis 2032 auf 84,52 Milliarden US-Dollar wachsen
Bild: PR Newswire

Der weltweite Markt für KI-Rechenzentren soll laut einem Bericht von Maximize Market Research von 16,95 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 84,52 Milliarden US-Dollar bis 2032 wachsen. Das Unternehmen prognostiziert für den Zeitraum 2026 bis 2032 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 25,8 %.

Das Wichtigste in Kürze
  • Maximize Market Research beziffert den Markt für KI-Rechenzentren 2025 auf 16,95 Milliarden US-Dollar und prognostiziert 84,52 Milliarden US-Dollar bis 2032.
  • Die prognostizierte CAGR für 2026 bis 2032 liegt bei 25,8 %, das entspricht einem Zuwachs von 67,57 Milliarden US-Dollar.
  • Hardware hatte 2025 rund 66 % des Marktes, Hyperscale rund 62 % und Training rund 58 %.
  • Die Inferenz soll bis 2032 der am schnellsten wachsende Workload sein.
  • Drax, Brookfield und Radiant planen in Nordengland ein KI-Rechenzentrum mit mehr als 1 GW und erwarteten Investitionen von über 26 Milliarden US-Dollar.

Was die Prognose besagt

Maximize Market Research beziffert den erwarteten Umsatzzuwachs zwischen 2025 und 2032 auf 67,57 Milliarden US-Dollar. Der Bericht nutzt 2025 als Basisjahr, deckt den Prognosezeitraum 2026 bis 2032 ab und stützt sich auf historische Daten von 2020 bis 2025.

Getrieben wird das Wachstum laut dem Unternehmen von der steigenden Nachfrage nach KI-Recheninfrastruktur, generativen KI-Anwendungen, maschinellem Lernen und großen Sprachmodellen. Investitionen von Hyperscale-Cloud-Anbietern und KI-Unternehmen stützten den Aufbau spezialisierter Rechenzentren, die hochdichte Rechenlasten bewältigen können, heißt es in dem Bericht.

Höhere Leistungsdichten pro Rack und ein steigender Strombedarf treiben zudem die Ausgaben für Direct-to-Chip-Flüssigkühlung, Immersionskühlung, Stromverteilung und Energiemanagement. Als weitere Stütze bis 2032 werden Sovereign-AI-Initiativen und regionale Investitionen in Rechenkapazitäten genannt.

Hardware, Hyperscale und Training vorn

Der Bericht gliedert den Markt nach Komponente, Rechenzentrumstyp und Workload.

  • Komponente: Hardware war 2025 mit rund 66 % des Marktes das größte Segment. Software und Services tragen über Infrastrukturmanagement, Workload-Orchestrierung, Energiemanagement, Planung, Integration und Managed Services bei.
  • Rechenzentrumstyp: Hyperscale-Anlagen kamen 2025 auf rund 62 %, gestützt durch Investitionen großer Cloud-Anbieter und Technologieunternehmen.
  • Workload: Auf das Training entfielen 2025 rund 58 %. Die Inferenz soll im Prognosezeitraum am schnellsten wachsen, da sich KI-Anwendungen in Unternehmens-, Cloud- und Edge-Umgebungen ausbreiten.

Zu den Rechenzentrumstypen zählt der Bericht außerdem Edge-, Enterprise- und Colocation-Anlagen sowie Neocloud- bzw. GPU-as-a-Service-Anbieter. Als wichtigste Kühltechnologien nennt er Luftkühlung, Direct-to-Chip-Flüssigkühlung, Immersionskühlung und Rücktürwärmetauscher.

Regionale Lage und wichtige Anbieter

Nordamerika wird für 2026 bis 2032 als führender Markt beschrieben, begünstigt durch große Hyperscale-Anbieter, KI-Technologieunternehmen und umfangreiche Rechenzentrumsprojekte. Der Bericht verweist auf Entwicklungen in Texas, Louisiana, Wisconsin und Ohio. Im asiatisch-pazifischen Raum wächst der Markt in Indien, Malaysia, Japan und Südkorea. Europa konzentriert sich auf regionale Rechenkapazitäten und Datensouveränität, während der Nahe Osten mit Sovereign-AI-Programmen Investitionen anzieht. Südamerika baut sein Ökosystem schrittweise auf, unterstützt durch die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie.

Zu den im Bericht genannten großen Akteuren zählen Microsoft Corporation, Amazon Web Services, Alphabet (Google Cloud), Meta Platforms, Oracle Corporation, Equinix, Digital Realty und NVIDIA Corporation. In der längeren Liste finden sich außerdem CoreWeave, Nebius Group, Lambda, Vertiv Holdings, Schneider Electric und Dell Technologies.

Ein Projekt im Gigawatt-Maßstab in Großbritannien

Die Mitteilung hebt ein im November 2026 angekündigtes Projekt hervor: Drax hat sich mit Brookfield und der KI-Infrastrukturplattform Radiant zusammengetan, um am Kraftwerk Drax Power Station in Nordengland ein KI-Rechenzentrum mit mehr als 1 GW zu entwickeln. Das Projekt soll Investitionen von mehr als 26 Milliarden US-Dollar anziehen. Die erste Phase soll Anfang 2028 den kommerziellen Betrieb aufnehmen, vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen und Investitionsentscheidungen.

Was das für den Markt bedeutet

In ihrer Analystenperspektive schreibt Maximize Market Research, Investitionen in Hyperscale-Anlagen, hochdichte Hardware, fortschrittliche Kühlung und Strominfrastruktur dürften wichtige Wachstumsfaktoren bleiben. Während das Training weiterhin die Nachfrage stütze, schaffe das Wachstum der Inferenz Chancen für Colocation-, Edge-Anlagen und Neocloud-Anbieter, so das Unternehmen.

Das Unternehmen erwartet zudem, dass Firmen, die sich verlässliche Stromkapazitäten sichern und energieeffiziente, flüssigkeitsgekühlte KI-Infrastruktur aufbauen, bis 2032 besser positioniert sind, um Chancen zu nutzen. Dabei handelt es sich um Prognosen des Marktforschungsunternehmens und nicht um bestätigte Ergebnisse.

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