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Sentra erhält 150 Millionen Dollar für die Absicherung von Unternehmensdaten durch KI-Agenten

4. November 2026, 13:30Quelle: PR Newswire
Sentra erhält 150 Millionen Dollar für die Absicherung von Unternehmensdaten durch KI-Agenten
Bild: PR Newswire

Sentra hat eine strategische Investition in Höhe von 150 Millionen Dollar unter Führung von Capital One Ventures erhalten. Das Unternehmen baut damit seine Plattform zum Schutz von Unternehmensdaten aus, auf die KI-Agenten zugreifen. Ein Vertreter von Capital One wird in den Verwaltungsrat von Sentra einziehen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Investition von 150 Millionen Dollar unter Führung von Capital One Ventures
  • Vertreter von Capital One zieht in den Verwaltungsrat von Sentra ein
  • Sentra schützt ruhende Daten in Unternehmensumgebungen
  • Die Plattform erfasst Zugriffe durch menschliche und KI-Identitäten
  • Die Finanzierung unterstützt die Produkt- und geografische Expansion

Finanzierung zielt auf Datensicherheit für KI-Agenten

Sentra teilte mit, dass die Investition Capital One Ventures mit den bestehenden Investoren Bessemer Venture Partners, Zeev Ventures, Standard Investments, Munich Re Ventures und Key1 Capital zusammenbringt. Nach Angaben des Unternehmens folgt die Finanzierung auf ein Wachstum von mehr als 300 % im Jahresvergleich. Unternehmen nutzen die Plattform, um ihre Daten zu verstehen, den Zugriff durch menschliche und KI-Identitäten zu kontrollieren und die Governance für KI- und autonome Agenten sicherzustellen.

Sentra wurde 2021 gegründet und hat seinen Hauptsitz in New York und Tel Aviv. Das Unternehmen bezeichnet sich als Anbieter für agentenbasierte Datensicherheit. Seine Plattform kombiniert Management der Datensicherheitslage, Erkennung und Reaktion auf Datenbedrohungen, Governance des Datenzugriffs und Verhinderung von Datenverlust.

Datenschutz, bevor Agenten darauf zugreifen

Sentras Ansatz konzentriert sich auf ruhende Daten. Dabei bleiben die Daten in der Cloud, in SaaS-Anwendungen, Data Warehouses, lokalen Dateifreigaben und anderen Wissensspeichern, in denen sie bereits liegen. Statt jede Anfrage eines Agenten während ihrer Ausführung zu prüfen, verwaltet das Unternehmen nach eigenen Angaben die Daten und Zugriffsrechte, von denen Agenten im Voraus abhängen.

Bevor ein Agent auf Daten zugreift, findet und klassifiziert Sentra sensible Informationen in verschiedenen Umgebungen und erfasst, worauf Menschen, Dienstkonten und KI-Agenten zugreifen können, einschließlich geerbter Berechtigungen. Außerdem setzt das Unternehmen das Prinzip der geringsten Rechte für nichtmenschliche Identitäten durch und entfernt redundante, veraltete und risikoreiche Daten, die Agenten nicht finden sollten.

Bei ungewöhnlichen Aktivitäten kann die datenbasierte Erkennung den Zugriff auf sensible Daten markieren. Sentra zufolge kann eine automatisierte Behebung Zugriffsrechte entziehen und riskante Freigaben entfernen, während Probleme mit hohem Risiko an Dateneigentümer und bestehende Workflows weitergeleitet werden. Anschließend zeigt die Plattform, worauf ein Agent hätte zugreifen können, und liefert geschäftlichen Kontext zu den betroffenen Datensätzen.

„KI-Agenten sind inzwischen die aktivsten Nutzer von Unternehmensdaten“, sagte Yoav Regev, Mitgründer und CEO von Sentra. Organisationen sollten sicherstellen, dass die Daten, auf die Agenten zugreifen, bereits geschützt sind. So könnten sie KI einsetzen und zugleich die Kontrolle behalten, fügte er hinzu.

Expansionspläne und der Nutzen für Unternehmen

Sentra zufolge soll die Investition eine umfassendere Transparenz über Agenten, Copiloten und Modelle, kontinuierliche Umsetzung des Prinzips der geringsten Rechte für menschliche und nichtmenschliche Identitäten, den Schutz ruhender Daten sowie eine schnellere Eindämmung unerwarteten Verhaltens von Agenten unterstützen. Das Unternehmen will außerdem seine Vertriebs- und Partnerprogramme ausbauen, Marke und Marketing stärken und neue Regionen erschließen.

Die Plattform analysiert die Daten laut Sentra innerhalb der Umgebung des Kunden, sodass sensible Daten diese nicht verlassen. Dieser Ansatz vermeide den Aufbau eines separaten Datenbestands, der zusätzliche Risiken bei Aufbewahrung, Datenresidenz und Compliance mit sich bringen würde. Gleichzeitig ermögliche er eine Abdeckung von Clouds, SaaS, Data Warehouses und lokalen Systemen.

Die Ankündigung spiegelt Sentras Einschätzung wider, dass Unternehmenssicherheit sowohl die Daten selbst als auch die darauf zugreifenden Identitäten berücksichtigen muss, während KI-Agenten mit Maschinengeschwindigkeit arbeiten. Chaim Sanders, CISO von Lyft, sagte, das Unternehmen nutze Sentra, um vor ihrer Aktivierung festzustellen, auf welche Daten seine Agenten in der gesamten Umgebung zugreifen können. Dadurch könne die Sicherheit den Einsatz von KI unterstützen.

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