CrowdStrike startet KI-gestütztes Red Teaming für agentische Angriffspfade

CrowdStrike hat Agentic Adversary Emulation vorgestellt, eine KI-gestützte Red-Teaming-Funktion, die zeigen soll, wie Angreifer Schwachstellen in Systemen und Identitäten miteinander verknüpfen könnten. Nach Angaben des Unternehmens kann die Technologie außerdem Abwehrmaßnahmen empfehlen und prüfen, ob diese Änderungen die ermittelten Angriffspfade unterbrechen.
- CrowdStrike hat Agentic Adversary Emulation am 04. November 2026 vorgestellt.
- Die KI-gestützte Red-Teaming-Funktion basiert auf CrowdStrike SafeMind.
- Sie ist jetzt im Early Access verfügbar und arbeitet innerhalb vom Kunden genehmigter Grenzen.
- Das System bildet ausnutzbare Angriffspfade über Systeme und Identitäten hinweg ab.
- Es kann Maßnahmen empfehlen und Simulationen wiederholen, um Änderungen an der Abwehr zu überprüfen.
Für KI-gestützte Angriffe entwickelt
CrowdStrike zufolge hilft Frontier-KI Angreifern dabei, Umgebungen schnell zu erfassen, Schwachstellen zu identifizieren und sie zu funktionsfähigen Wegen zu kritischen Systemen zu verbinden. Diese Wege können Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und andere Sicherheitslücken umfassen.
Nach Angaben von CrowdStrike ermittelt und priorisiert das herkömmliche Exposure Management Schwachstellen meist als einzelne Risiken, während regelmäßige Red-Team-Einsätze zu einem bestimmten Zeitpunkt eine umfassendere Validierung ermöglichen. Das Unternehmen argumentiert, dass keiner der beiden Ansätze allein Abwehrmaßnahmen kontinuierlich mit der Geschwindigkeit und dem Umfang KI-gestützter Angreifer testen kann.
Agentic Adversary Emulation soll Unternehmen dabei helfen, sowohl ihre Angriffsflächen als auch die möglichen Folgen eines Angriffs in ihren Umgebungen zu verstehen.
So funktioniert Agentic Adversary Emulation
Die Funktion basiert auf CrowdStrike SafeMind und ist jetzt im Early Access verfügbar. Sie kombiniert spezialisierte KI-Modelle und offensive Werkzeuge mit Informationen zu realen Angreifern sowie Kenntnissen über die Umgebungen der Kunden.
Sie arbeitet innerhalb kontrollierter, vom Kunden genehmigter Grenzen in Produktionsumgebungen. CrowdStrike zufolge kann sie ausnutzbare Angriffspfade aufdecken, priorisierte Empfehlungen für Abhilfemaßnahmen und kompensierende Kontrollen erstellen und überprüfen, ob Korrekturmaßnahmen die Abwehr verbessert haben.
Statt lediglich Schwachstellen aufzulisten, soll das System zeigen, wie Angreifer Schwachstellen in Systemen und Identitäten ausnutzen und miteinander verknüpfen könnten, um kritische Ressourcen zu kompromittieren. Außerdem erkennt es, an welchen Stellen bestehende Abwehrmaßnahmen diese Aktivitäten stoppen könnten.
Von Erkenntnissen zu verifizierter Abwehr
CrowdStrike zufolge übersetzt Agentic Adversary Emulation nachgewiesene Angriffspfade in priorisierte Maßnahmen zur Behebung und kompensierende Kontrollen. Sicherheitsteams können diese Maßnahmen über die CrowdStrike Falcon-Plattform prüfen und umsetzen.
Zu den möglichen Maßnahmen gehören das Einspielen von Patches, Änderungen an Konfigurationen, die Aktualisierung von Sicherheitsrichtlinien und das Erstellen neuer Erkennungsregeln. Durch die Verknüpfung von Korrekturmaßnahmen mit Angriffspfaden soll die Funktion Teams dabei helfen, sich auf Schwachstellen zu konzentrieren, die Angreifer ausnutzen können, und gezielte Schritte zu ergreifen, um deren Vorgehen zu unterbrechen.
Nach der Umsetzung von Korrekturmaßnahmen wiederholt die Emulation die Angriffssimulation, um zu überprüfen, ob die Änderungen zuvor ermittelte Pfade erfolgreich unterbrechen. Für Nutzer entsteht damit ein Verfahren, um sowohl die ursprüngliche Angriffsfläche als auch die Wirksamkeit der daraus resultierenden Behebung zu testen, vorbehaltlich der von CrowdStrike beschriebenen kontrollierten Grenzen und des Early-Access-Status.


