Neues Buch untersucht, wie globale KI-Governance neu gestaltet werden kann

Ein neuer Band von Brookings untersucht, wie die globale wirtschaftliche Governance neu gestaltet werden kann, und widmet der Regulierung künstlicher Intelligenz ein eigenes Kapitel. Global Economic Governance in a Changing World Order erscheint am 12. November.
- Das Buch erscheint am 12. November.
- Der Band wurde von Zia Qureshi und Jongkyu Lee herausgegeben.
- Ein eigenes Kapitel untersucht die KI-Governance im geopolitischen Wettbewerb.
- Das Buch behandelt außerdem die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Finanzen und Klimawandel.
Regeln müssen sich an eine veränderte Weltordnung anpassen
Der von Zia Qureshi und Jongkyu Lee herausgegebene Band geht davon aus, dass die Volkswirtschaften der Welt enger miteinander verflochten sind als je zuvor, während viele der wichtigsten Herausforderungen globaler Natur sind. Die Regeln für den internationalen Handel und die internationalen Finanzen, die Governance neuer Technologien und der Umgang mit dem Klimawandel erfordern allesamt eine Zusammenarbeit zwischen Staaten.
Die Autoren argumentieren, dass die globale wirtschaftliche Governance zunehmend Schwierigkeiten hat, mit den Veränderungen in der dynamischen Weltwirtschaft Schritt zu halten. Das Buch untersucht, wie sich internationale Institutionen und Formen der Zusammenarbeit an ein verändertes geopolitisches und technologisches Umfeld anpassen können.
Neben systemischen Reformen stellt die Publikation praktische Optionen für Länder vor, die gemeinsame Lösungen in den Bereichen Handel, Finanzen, künstliche Intelligenz und Klimawandel suchen. Zugleich findet ein intensiver strategischer Wettbewerb zwischen etablierten und aufstrebenden Großmächten statt.
Eigenes Kapitel befasst sich mit KI-Governance
Der zweite Teil des Bandes untersucht neue Herausforderungen für die internationale Zusammenarbeit. Dazu gehört das Kapitel von Elham Tabassi mit dem Titel Competitive Cooperation: AI Governance amid Challenging Geopolitics, das die Governance künstlicher Intelligenz in einem angespannten geopolitischen Umfeld untersucht.
In einer Besprechung des Bandes bezeichnete Richard Baldwin, Professor am International Institute for Management Development im schweizerischen Lausanne, den Ansatz der „competitive cooperation“ als besonders originell und bemerkenswert. Baldwin zufolge gehört dieser Rahmen zu den wesentlichen Stärken des Abschnitts über KI-Governance.
Dem Inhaltsverzeichnis des Buches zufolge wird die KI-Governance neben Fragen des Handels und der Finanzstabilität sowie der Zusammenarbeit beim Klimaschutz behandelt. Die Herausgeber verknüpfen damit Bereiche, die allesamt internationale Regeln und abgestimmtes Handeln mehrerer Länder erfordern.
Das Buch richtet sich an politische Entscheidungsträger und ein breiteres Publikum
Zu den Autoren von Global Economic Governance in a Changing World Order gehören George Papaconstantinou, Jean Pisani-Ferry, Peter A. Petri, Wonhyuk Lim, Kyunghoon Kim, Simon J. Evenett, Jun Il Kim, Jongsoo Hong, Changseok Ma, Juyoung Yang und Ki Young Park. Das Vorwort stammt von Cecilia Elena Rouse und Se-Jik Kim, während das Übersichtskapitel von den beiden Herausgebern Zia Qureshi und Jongkyu Lee verfasst wurde.
Brookings zufolge richtet sich das Buch in erster Linie an politische Entscheidungsträger und Praktiker, die das sich wandelnde globale Umfeld einordnen wollen. Zugleich bietet es nützliche Analysen für eine breitere Leserschaft, die sich für internationale Angelegenheiten interessiert.
Das Veröffentlichungsdatum 12. November rückt die Frage, wie Zusammenarbeit aufrechterhalten werden kann, in den Mittelpunkt. Dies geschieht zu einer Zeit, in der multilaterale Institutionen sowohl geopolitischem Wettbewerb als auch der rasanten Entwicklung grenzüberschreitender Technologien wie KI gegenüberstehen.
Brookings (AI): Global Economic Governance in a Changing World Order